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Unsere Tipps zur Silvesternacht

Aus der Badischen Zeitung
Zum Freudentaumel ins neue Jahr gehört für viele auch ein farbenfrohes Feuerwerk. Eine neue Brandverordnung des Landes verbietet in Städten mit historischen Fachwerkhäusern nun jedoch das pyrotechnische Vergnügen. Mit dem stellvertretenden Bad Säckinger Feuerwehrkommandanten, Andreas Höltmann, sprach unsere Mitarbeiterin Julia Jacob über die potenzielle Brandgefahr zu Neujahr in der Altstadt.


Stv. Kommandant: Andreas Höltmann

BZ: Bad Säckingen hat zwar keine Fachwerkhäuser, dafür aber viel historische Bausubstanz und eine malerische alte Holzbrücke. Greift hier auch das Feuerwerksverbot?

Höltmann: Es gibt einen Appell der Stadt an die Bevölkerung, Feuerwerkskörper nicht in den Gefahrenzonen zu zünden. Aus der Sicht der Feuerwehr ist die Stadt in unterschiedliche Gebiete eingeteilt. Die Altstadt ist für uns immer eine Zone mit erhöhter Brandgefahr.

BZ: Ein explizites Verbot gibt es also nicht, dennoch weiß man um das Gefahrenpotenzial im Altstadtbereich. Wird die Feuerwehr an Silvester erhöhte Alarmbereitschaft haben?

Höltmann: Unser Alarmplan gilt das ganze Jahr über. Tagsüber wird bei einem Einsatz im Bereich Altstadt eine zweite Gruppe von der Abteilung Wallbach mitalarmiert, nachts eine zweite Gruppe aus der Abteilung Bad Säckingen. Bei bestätigtem Feuer wird je nach Lage nachalarmiert.

BZ: Wie entstehen Brände beim Feuerwerk?

Höltmann: Fliegt eine Rakete auf ein Hausdach, ist das eigentlich nicht weiter schlimm. Ziegel sind aus Ton und brennen bekanntlich nicht. Gefährlich wird es, wenn so ein Brennkörper in eine Lücke zwischen den Ziegeln fällt, dann fängt die Dachisolierung Feuer. Aber auch offene Fenster sind natürlich gefährlich. Es kommt immer wieder vor, dass da eine Rakete reinfliegt.

BZ: Die Weisung lautet, nach Möglichkeit kein Feuerwerk in der Altstadt zu zünden. Was ist mit dem offiziellen Feuerwerk? Wo findet das statt?

Höltmann: Das Neujahrsfeuerwerk wird vom gegenüberliegenden Rheinufer aus gezündet. Also in der Nähe der Altstadt, aber nicht in der Altstadt. Dieser Standort ist unbedenklich, zumal der Rhein dazwischen liegt. Außerdem werden die Raketen in die Luft geschossen, bis die runter kommen, sind sie dann auch verglüht.

BZ: Was gilt es zu beachten, wenn man selbst ein Feuerwerk zünden möchte? Wie sieht ein sicherer Umgang mit Feuerwerkskörpern aus?

Höltmann: Ich rate dazu, nur geprüfte Raketen zu kaufen. Man sollte darauf achten, dass die Feuerwerkskörper ein anerkanntes Gütesiegel haben. Wichtig ist ein stabiler Untergrund. Leere Flaschen sind eigentlich nicht geeignet, da sollte man dann wenigstens Sand einfüllen, damit sie besser stehen. Ein Leergutkasten eignet sich da schon eher.

BZ: Dabei geht es jetzt aber hauptsächlich um die Verletzungsgefahr?

Höltmann: Richtig. Absolut wichtig ist es, Kinder von den Feuerwerkskörpern fern zu halten und bitte keine Mutproben. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, weil gerade Jugendliche austesten, wer den Knallkörper am längsten in der Hand hält. Das ist wirklich gefährlich.

BZ: Kam es denn in den letzten Jahren an Silvester schon mal zum Brand in Bad Säckingen?

Höltmann: So weit ich mich erinnern kann, war es in den vergangenen Jahren ruhig. Ich wünsche mir, dass das auch weiterhin so bleibt.

Die Feuerwehr Bad Säckingen wünscht allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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