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Zwei Tonnen Tiefensteiner Granit haben endlich einen würdigen Platz bekommen. Die Feuerwehr platzierte den vom THW gestifteten Gedenkstein vor dem Obersäckinger Feuerwehrhaus.

Bericht aus der Badischen Zeitung
Bilder: Feuerwehr

Eine tolle Atmosphäre und viel Arbeit, die aber nicht umsonst gewesen ist: Obwohl die Freiwillige Feuerwehr Bad Säckingen mit den Widrigkeiten des Wetters kämpfen musste, entwickelte sich das "Florianum" anlässlich des 150-jährigen Bestehens zu einem gemütlichen Fest mit zahlreichen Gästen und viel Musik.

Bereits die Totenehrung am Freitag musste wegen des starken, anhaltenden Regens vom Aufriedhof in den Schlosspark verlegt und unter dem Schutz des Zeltdaches abgehalten werden. Erst nach der Ehrung machte sich der Stadtkommandant Ulrich Maier zusammen mit Bürgermeister Martin Weissbrodt auf den Weg zum Waldfriedhof, um dort den Kranz beim Ehrenmal niederzulegen.

So nass wie die beiden Herrschaften dann waren, wurde eilig und vor der Zeit das Fass zur offiziellen Festeröffnung von Bürgermeister Weissbrodt angestochen. Auch der Samstag schien vom Wetter her nicht besser zu werden. Trotzdem platzierten sich die historischen Feuerwehrfahrzeuge in der Innenstadt.

Auch die Hilfsorganisationen Technisches Hilfswerk (THW) und das Deutsche Rote Kreuz stellten ihre Fahrzeuge vor. Die Verkehrswacht Bad Säckingen hatte ihren Gurtschlitten und den Überschlagssimulator dabei. Vor dem Rathaus war eine große Spielstraße mit Hüpfburg, Geschicklichkeitsspielen und einzelnen Stationen von der Jugend des THW und der Jugendfeuerwehr. Die Geduld der Veranstalter sollte belohnt werden. Sobald es aufhörte zu regnen, war die Hüpfburg besetzt, die Plätze in der Blaulicht-Bar im Münsterpfarrgarten füllten sich und die Besucher löcherten die Mitglieder der Hilfsorganisationen mit Fragen zu den Fahrzeugen.

Der Höhepunkt der Stimmung wurde erreicht, als die Band "4-Delight" die Bühne hinter dem Rathaus betreten hatte. Drei Stunden sorgten die Musiker dafür, dass sich die Plätze in der Blaulicht-Bar weiter füllten und sich die Stimmung dem immer besser werdenden Wetter anpasste.

Western-Stimmung machte sich am späten Abend breit, als die Band "Havanna Moon" ihre Country- Songs spielte. Spontan stellten sich Mitglieder des Western- und Countryclubs Bad Säckingen zum Linedance auf und unterhielten so die Zuschauer mit ihren Tänzen zusätzlich. Am Sonntag hat der Musikverein Obersäckingen die Gäste zu einem Frühschoppen-Konzert eingeladen. Viele Gäste ließen an diesem Sonntag ihre Küche kalt und nutzen das Essens-Angebot der Feuerwehr in der Blaulicht-Bar. Am Nachmittag traten "Wälderblut" auf. Immer wieder drohten Wolken mit dem nächsten Regenguss. Trotzdem setzte sich ab und zu die Sonne durch und sorgte dafür, dass der Besucherstrom am Florianum auch nicht mehr abriss und bei dem Veranstalter, der Bad Säckinger Feuerwehr, für erschöpfte, aber zufriedene Gesichter.

Impressionen

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Die Feuerwehr Bad Säckingen feiert im Jahr 2009 ihren 150. Geburtstag. In den zurückliegenden Jahrzehnten ist viel passiert über das sich in Bild und Schrift zu berichten lohnt. Alles zusammengetragen in einer Festschrift, welche als Chronik der vergangenen 150 Jahre aufgebaut ist, können Sie nun hier bestellen.

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Selbst beim Festakt zur eigenen 150-Jahr-Feier war die Freiwillige Feuerwehr Bad Säckingen im Einsatz. Ein kurzes Signal auf dem Piepser und schon rückten einige Feuerwehrmänner aus, um einen Heckenbrand im Allmendgrütt zu löschen. Ansonsten aber stand die Feier ganz im Zeichen der Geehrten und der Geburtstagskinder.

Traditionsverbundenheit und Innovationsgeist sowie beispiellose Kameradschaft auch über die Grenzen hinweg: All das zeichnet die ehrenamtlich dienenden Männer und Frauen der Feuerwehr Bad Säckingen seit eineinhalb Jahrhunderten aus. "Wir sind zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Das wird auch in 150 Jahren noch so sein", bekräftigte Ralf Mutter, der Säckinger Abteilungskommandant.

Aufgabenfeld, Technik und Ausrüstung haben sich in den 15 Jahrzehnten seit 1859 massiv erweitert, eines jedoch nicht: "Wir löschen immer noch mit Wasser", so Gesamtkommandant Ulrich Maier. In einem Rückblick auf die 150-jährige Geschichte und mit einer kleinen Diashow erinnerte der Gesamtkommandant an die Anfänge der Säckinger Feuerwehr. Die älteste Feuerwehr im Landkreis sei ihrer Zeit immer schon weit voraus gewesen. 1860 bereits sei die Wasserversorgung über ein Hydrantennetz sicher gestellt gewesen.

Möglich sei der Einsatz der Feuerwehrleute nur dank der Unterstützung von Familien und Arbeitgebern. Stellvertretend für letztere verlieh die Feuerwehr den Firmen Franke, Suhner und Kaiser erstmals eine Auszeichnung dafür, dass sie ihre Angestellten bei Brandeinsätzen während der Arbeitszeit freistellen.

Eine ganz besondere Ehre wurde Bürgermeister Martin Weissbrodt zuteil. Für die Investitionen in die Feuerwehr, die er mit auf den Weg gebracht hat, erhielt Weissbrodt mit der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille die höchste Auszeichnung, die die Feuerwehr an Nicht-Mitglieder vergibt. Verliehen wurde die Medaille vom Kreisverbandsvorsitzenden Manfred Rotzinger. Dieser ehrte zudem Oberbrandmeister Jens Ohlsen für hervorragende Leistungen mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber.

Geehrt wurden auch die Ehrengäste aus den Partnerstädten. Der französische Major Daniel Antomarchi erhielt die Medaille für internationale Zusammenarbeit. Die gleiche Auszeichnung in Silber ging an Oberbrandinspektor Werner Schmatz aus Purkersdorf, Brandrat Viktor Weinzinger erhielt die Medaille in Gold.

Unter den zahlreichen Gratulanten waren neben den kirchlichen Würdenträgern der Stadt auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus Felber und politische Größen. Landtagspräsident Peter Straub, SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter und Landrat Tilman Bollacher würdigten den Einsatz der Säckinger ebenso wie die benachbarten Wehren aus Deutschland und der Schweiz. Die Stadt Bad Säckingen bedankte sich, indem sie die alte Fahne der Feuerwehr hatte restaurieren lassen und die Stadtmusik umrahmte die Feier gemeinsam mit dem Trompeter.

Als Anerkennung an die Feuerwehr hat die Stadt die Traditionsfahne mit dem Leitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ restaurieren lassen. Links Gesamtwehrkommandant Ulrich Maier. Foto: heike armbruster

Die Geehrten: Silbernes Brandschutzehrenzeichen: Ralf Mutter, Kai-Uwe Müller, Christian Kiefer, Bruno Lehmann, Gerhard Strittmatter, Wolfgang Weber. Goldenes Brandschutzehrenzeichen: Hans-Joachim Müller. Für langjährige Mitgliedschaft bei der Wehr Bad Säckingen: 30 Jahre: Christof Breuer, Bernhard Ebner, Michael Fischer, Christian Hausin, Armin Küpper, Michael Maler, Jörg Huber, Norbert Lütte, Karl Strittmatter. 35 Jahre: Wolfgang Butz, Wolfgang Bartel, Hubert Bächle, Kurt Bächle, Adalbert Böhler, Günter Schapfel, Thomas Thomann.

50 Jahre: Michael Knittel, Werner Schmid und Karl Butz .

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Allein im vergangenen Jahr wurde die Feuerwehr zu 205 Einsätzen gerufen: 37 Brände, 143 technische Hilfeleistungen und 25 Fehlalarme. Im letzten Teil der BZ-Miniserie zur 150-jährigen Geschichte der Feuerwehr haben Martin und Christof Breuer für die Badische Zeitung ins Feuerwehrarchiv geblickt und neben der heutigen Situation der Feuerwehr die größten Einsätze rekonstruiert.

Die Zeiten, in denen die Feuerwehr nur für die Organisation der Brandbekämpfung zuständig war, sind lange vorbei. Ein heutiger Feuerwehrmann ist ein Alleskönner, denn die Feuerwehr rückt bei Sturmschäden aus, hilft bei der Beseitigung von einfachen Ölspuren auf Straßen oder bei komplexen Gefahrgutunfällen. Bei Autounfällen müssen die Insassen patientengerecht gerettet werden. Damit es erst gar nicht zu solchen Ereignissen kommt, bietet die Feuerwehr zudem Brandschutzerziehung für Kindergärten, Schulen, Firmen und Vereine an. Immer angetrieben von dem Motto, das seit 150 Jahren gilt: "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr."

190 aktive Mitglieder zählt die Freiwillige Feuerwehr Bad Säckingen unter der Leitung von Gesamtkommandant Ulrich Maier. Diese Männer gehen freiwillig an ihre körperlichen und manchmal auch an ihre psychischen Grenzen. Ohne das Verständnis von Arbeitgebern und Familien wäre ihr Einsatz kaum möglich. Zunehmend wichtiger wird die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen, auch länderübergreifend. Das hat sich jüngst beim Brand des Reitstalls in Wallbach und dem Tiefgaragenbrand in Wehr gezeigt. Für die Einsätze stehen der Feuerwehr mittlerweile 18 Fahrzeuge mit einem modernen Löschzug und Sonderfahrzeugen für den Umweltschutz zur Verfügung. Dafür, dass das millionenschwere Equipment immer einsatzbereit ist, hat die Feuerwehr mit dem Säckinger Abteilungskommandanten Ralf Mutter einen hauptamtlichen Gerätewart. Als nächstes steht der Umbau des Feuwehrhauses in Obersäckingen an.

Die größten Einsätze:

1954 löschte die Freiwillige Feuerwehr einen Brand im Waisenhaus
1969 im Kavernenkraftwerk und
1977 den Dom St. Blasien.

1991 brannte es zuerst in der Kunststoff-Fabrik Tubus Bauer in Wallbach. Die Brandstelle dort war noch nicht kalt, als die Feuerwehrmänner bemerkten, dass am Bahnhof Stein (Schweiz) ein mit Benzin gefüllter Kesselwagenzug in Brand geraten war.

1993 brannte es in der Pizzeria Aetna,
1994 löschte die Freiwillige Feuerwehr mit 45 Tonnen Zement den Metallbrand bei der Firma Alunova in Wallbach.

1998 rückten die Feuerwehrmänner zum Brand auf dem Isele-Hof aus.

Am 1. Mai 2004 konnte eine behinderte Person in Wallbach nicht mehr aus der brennenden Wohnung gerettet werden.

Ein Großaufgebot von vielen Wehren war am 1. Mai 2005 in Brennet erforderlich, um den Brand eines illegalen Reifenlagers in der früheren Bettfedernfabrik Kostar zu bekämpfen.  

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