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Überlandhilfe - Lagerhallenbrand

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Brand - groß
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Einsatzort Details

Bernau
Datum 05.09.2024
Alarmierungszeit 06:03 Uhr
Einsatzende 13:22 Uhr
Einsatzdauer 7 Std. 19 Min.
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger
eingesetzte Kräfte

Abt. Bad Säckingen
DRK
    Polizei
      THW
        Freiw. Feuerwehr Wehr
          Brand - groß

          Einsatzbericht

          Brand von landwirtschaftlicher Lagerhalle in Bernau verursacht wohl Millionenschaden

          Geweckt von der Helligkeit der Flammen: Am frühen Donnerstagmorgen brennt die Lagerhalle auf dem Goldbachhof in Bernau lichterloh. In dieser sind Hackschnitzel, Heu und Stroh gelagert. Der Schaden dürfte immens werden.

          In einer Scheune in Bernau im Schwarzwald ist am Donnerstagmorgen gegen 5 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr sind vor Ort. Gegen 8.30 Uhr meldet die Polizei, dass der Brand unter Kontrolle sei. Auf dem landwirtschaftlichen Hof mit ökologischer Weiderind-Haltung sind weder Menschen noch Tiere verletzt worden.

          In der Halle war auch Winterfutter für die Tiere gelagert

          Dass das Feuer auf die umliegenden Stallungen sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäude übergriff, haben rund 140 Feuerwehrleute mehrerer Gemeinden aus dem Landkreis Waldshut verhindert. In der Halle waren Hackschnitzel und Heuballen als Winterfutter für die Tiere sowie 450 Strohballen gelagert, auf einer Längsseite des Daches waren Photovoltaikanlagen installiert. Die Brandursache sei derzeit noch unklar, berichtet Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Bernau Edin Music.

          Der Brand war am frühen Donnerstagmorgen ausgebrochen. Eine Nachbarin, die die Flammen als Erste bemerkt hatte, habe die Feuerwehr alarmiert, berichtet Goldbachhof-Besitzer Markus Kaiser. Das Ehepaar Kaiser selbst hatten den Brand erst bemerkt, nachdem Heike Kaiser kurz nach 5 Uhr von der Helligkeit der Flammen geweckt worden war, so Kaiser. So schnell wie möglich habe er seine Rinder von der Weide rings um das brennende Gebäude geholt und in die Ställe gebracht.

          Wenig Wasser zum Löschen vor Ort

          Als die ersten Feuerwehrleute aus Bernau und St. Blasien am Goldbachhof eintrafen, habe das gelagerte Material lichterloh gebrannt, berichtet Kommandant Muslic. "Die beiden Feuerwehren haben bei der Brandbekämpfung sich jeweils um eine Hälfte des Gebäudes gekümmert. Da das Gelände stark verraucht war, sei Atemschutz zum Einsatz gekommen. Um 8.30 Uhr habe man den Brand schließlich unter Kontrolle gehabt. "Erschwert worden ist der Einsatz, weil die Alb, an der das Anwesen liegt, nur wenig Wasser geführt habe", so Muslic. "Auch der Brandweiher in Hof hat nach der warmen Wetterperiode der vergangenen Wochen kaum noch Wasser hergegeben", sagt er. Wassernachschub musste herbeitransportiert werden.

          Gewaltige Wassermengen flossen aus dem Reservoir für die Beschneiungsanlage am Spitzenberg. Aber auch aus St. Blasien wurde Wasser herbeigeschafft. Bis zu sieben Feuerwehrfahrzeuge seien zwischen St. Blasien und dem Brandgeschehen in Bernau-Hof unterwegs gewesen, berichtet Edin Muslic. Insgesamt waren rund 140 Feuerwehrleute vor Ort, aus den Nachbargemeinden, aber auch aus Waldshut, Wehr und Bad Säckingen. Auch der Kreisbrandmeister und die Führungsgruppe Raum Albtal, Technisches Hilfswerk, DRK, Polizei und Vertreter der Umweltschutzbehörde des Landratsamtes waren vor Ort.

          450 Ballen Heu wurden von den Flammen gefressen

          Der Schaden, den das Feuer angerichtet hat, sei groß und werde wohl mindestens eine Million Euro betragen, schätzt Markus Kaiser. 450 Ballen Heu und ein Teil der gelagerten Hackschnitzel sind vernichtet. Weder die Lagerhalle noch das darin gelagerte Material wird noch nutzbar sein. In Stroh und Holz seien Brandnester, daher müsse alles aus der Halle herausgeholt, auf dem gepflasterten Platz vor der Halle ausgebreitet und durchnässt werden, erklärt Edin Muslic.

          Auch die Halle wird nicht zu retten sein. "Hier muss neu gebaut werden", ist sich Markus Kaiser sicher. Für die Schäden werde wohl die Versicherung aufkommen. Ein großes Glück sei gewesen, dass der Wind nicht in Richtung der umliegenden Bebauung geweht habe. Wie der Brand entstanden ist, ist ihm ein Rätsel, in der Halle gebe es nichts Elektrisches.

          Von der umsichtigen und zügigen Arbeitsweise der Einsatzkräfte zeigte sich Markus Kaiser beeindruckt. Auch Kommandant Muslic ist zufrieden. Der Einsatz habe gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen den Wehren und den übrigen Rettungsdiensten super funktioniert hat, sagt er. Dafür, dass während der langen Stunden des Einsatzes niemand hungern musste, hatten Bernauer Gastronomen gesorgt.

           

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