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Großübung: Explosion auf dem BRENNET Areal

Zwei kurze Hornsignale schallen über das Bad Säckinger Brennet-Areal: Die Sprengung des letzten noch verbliebenen Fabrikgebäudes steht kurz bevor. „5, 4, 3, 2, 1 – Zündung“, ruft der Sprengberechtigte des Technischen Hilfswerks (THW) um 11.54 Uhr. Dann passiert – nichts. Die Spannung steigt. Ist etwas schief gelaufen?

Doch beim zweiten Versuch kurz darauf klappt es: Der trockene Knall lässt die Zuschauermenge entlang des rot-weißen Absperrungsbands zusammenzucken. Die Wände des Erdgeschosses platzen auf, Dach und erstes Stockwerk brechen nach unten weg. Eine beachtliche Druckwelle fegt über das Gelände. Nachdem die Staubwolke den Blick auf das Gebäude wieder freigegeben hat, wird deutlich: Nur die westliche Wand des gesprengten Gebäudeteils hat der Explosion standgehalten.



Schnell läuft die Rettungsmaschinerie an: Notarzt und Feuerwehr fahren auf das Areal, das THW und die Rettungskräfte koordinieren den simulierten Einsatz. Alle Rädchen greifen ineinander, die vom Fraunhofer-Institut zum Test einer neuentwickelten Sensortechnik veranstaltete Übung glückt.

Ein Zuschauer wird unglücklicherweise durch einen Stein leicht verletzt. „Man kann aber nie 100-prozentig ausschließen, dass etwas passiert“, sagt Rother. Wenig später teilen die beiden THW-Verantwortlichen dieser Zeitung mit, dass sie den Verletzten noch während der laufenden Übung besucht hätten, um ihr Bedauern über den Vorfall auszudrücken. Die Wunde sei bereits genäht, der Gesundheitszustand des Mannes gut gewesen.

Zu diesem Zeitpunkt ist der Hauptteil der Großübung bereits abgeschlossen: Die im Gebäude installierten Sensoren des Fraunhofer-Instituts haben ihre Arbeit getan und Daten zum Zustand des gesprengten Gebäudes an die provisorische Einsatzzentrale geliefert. Die Rettungskräfte sind informiert und können bei der Bergung der „Verletzten“ in der einsturzgefährdeten Ruine mit einem geringeren Risiko vorgehen.



Bei einem Terroranschlag, etwa in einem schwer zugänglichen und einsehbaren U-Bahn-Tunnel, könnte die Sensor-Technologie in Zukunft Menschenleben retten. Klaus Thoma, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik, wertet den Feldversuch als großen Erfolg: „Das war der bestmögliche Abschluss des Projekts. Die Sensoren haben genau das gezeigt, was sie sollen.“

Text: Südkurier / Bilder im Text: Badische Zeitung

Galleriebilder: Feuerwehr

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