Aktuelles

15.07.2020 Unwetterschäden mittleren Ausmaßes

Alarmstichwort: THL2 - Unwetterschäden mittleren Ausmaßes 
Abteilung: Bad Säckingen mit allen Abteilungen und den zur Verfügung stehenden Autos
Datum: 15.07.2021 14:45 

Am vergangenen Donnerstag wurde die Feuerwehr Bad Säckingen zu mehreren Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet alarmiert.
Die meisten Einsatzstellen darunter waren vollgelaufene Keller.

Ein besonderer Einsatz war aber die Einsatzstelle an der Golfwelt. Durch die starken Regenfälle sammelte sich das Wasser in der Senke so stark, dass es in die dort liegende Trafostation lief. Aus Sicherheitsgründen musste die nebenstehende Kinderfreizeitanlage „Wild Kids“ evakuiert werden, in welcher sich zu dem Zeitpunkt ca. 100 Personen aufhielten.
Zur Unterstützung an dieser, aber auch an den restlichen Einsatzstellen, standen uns die THW Ortsverbände aus Bad Säckingen und Waldshut-Tiengen zur Seite. An dieser Stelle vielen Dank für eure tatkräftige Unterstützung.
Im Nachgang wurden wir dann durch den Verpflegungszug des DRK Kreisverband Säckingen versorgt, sodass wir für weitere Aufträge gerüstet waren.
Durch die Hochwasserlage, welche wir in den letzten Tagen hatten, kamen wir im gesamten auf 22 Einsatzstellen. Hinzu kamen aber noch weitere Einsätze, wie ein kleineres Brandereignis in einer Trafostation oder auch eine Brandmeldeanlage in Öflingen. Zu dieser wurden wir als Unterstützung mitalarmiert, da ein Fahrzeug der Feuerwehr Wehr nicht einsatzbereit war.
Wir wollen nochmals Danke an alle unterstützenden Einheiten sagen, aber auch ein großes Dankeschön an die eigenen Einsatzkräfte.
 
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 Feuerwehr Bad Säckingen übt Technische Hilfeleistung

Nach dem die Inzidenzzahlen sich in den vergangenen Wochen deutlich reduziert haben, dürfen die Feuerwehren in Baden-Württemberg ihren Übungsbetrieb nach langer Pause behutsam wieder hochfahren. "Es ist wichtig, dass die Grundtätigkeiten, die Routinen der Feuerwehrkameradinnen und Kameraden wieder trainiert werden, aber auch die Spezialausbildungen stattfinden können", sagt der stellvertretende Kommandant und Technik Ausbilder der Feuerwehr Bad Säckingen, Mark Jagenow.

Im vergangenen Jahr hat die Stadt Bad Säckingen einen neuen Rüstwagen beschafft, spezialisiert auf technische Einsätze und ausgestattet mit einer Vielzahl an Spezialmaterialien und -geräten. Um diese Materialien optimal in den Einsatz bringen zu können wurden im Juni Kameraden der Feuerwehr Bad Säckingen auf die Rettung nach Maschinenunfällen und an maschinellen Zugeinrichtungen wie beispielsweise der Seilwinde ausgebildet.
Die Ausbildung wurde von dem Ausbildungsunternehmen Heavy Rescue Germany aus dem Bayrischen Haar durchgeführt. Die Firma ist mit ihren Ausbildern weltweit unterwegs um Feuerwehrleute zu schulen.

Der Technik Ausbilder begrüßt die Ausbildung sehr, "von dem hohen Niveau dieser hochspezialisierten Feuerwehrkameraden und durch die angebotene Spezialausbildung profitieren die Kameraden und unsere zukünftigen Einsätze sehr", so Jagenow.
Die Fallbeispiele, die Ausbilder René Salgert zur Ausbildung Maschinenunfälle vorbereitet hatte, reichten vom festsitzenden Ehering, über Einklemmungen in mittelgroßen Haushaltsgeräten bis hin zu komplexen Unfällen bei denen Person in großen Industriemaschinen eingeklemmt sind. Die Fallbeispiele wurden unter möglichst realistischen Bedingungen abgearbeitet. Dass es hier nicht selten um Millimeter geht, durften die Kameraden selbst erfahren, die wechselweise selbst die Opfer des jeweiligen Unfalles spielen mussten.

Bereits eine Woche später wurden die zur Verfügung stehenden maschinelle Zugeinrichtung, zum Beispiel die Seilwinde des neuen Rüstwagens, intensiv beübt. Zu dieser Ausbildung war ebenfalls ein Ausbilder des Ausbildungsunternehmen Heavy Rescue Germany, der bei der Berufsfeuerwehr Dortmund arbeitet, angereist, der den Kameraden erweiterte Einsatzmöglichkeiten aber auch Risiken und Gefahren der mitgeführten Technik anschaulich an zahlreichen Fallbeispielen vermittelte. Um realistisch üben zu können, wurden zahlreiche Schrottautos benötigt. Jagenow bedankt sich explizit bei den Unternehmen Dieter Bergmann Rheinfelden, Autoverwertung Schwald und GK Transporte, die diese zur Verfügung gestellt und damit die Ausbildung erst möglich gemacht haben.

Der Rüstwagen der Feuerwehr Bad Säckingen ist ein Spezialfahrzeug. Vergleichbare Fahrzeuge werden im Kreis Waldshut noch zwei weitere vorgehalten. Dementsprechend groß ist das Einsatzgebiet und auch die Erfordernis, nebst der Technik hervorragend ausgebildete Kameraden an die Einsatzstelle bringen zu können. Jagenow bedankt sich bei den Kameraden für den enormen zeitlichen Einsatz und die Motivation. "Nach diesen Ausbildungen kommen wir mit der ein oder anderen Einsatzlage gewiss ein gutes Stück besser zurecht", konstatiert der Technik Ausbilder zum Abschluss der Ausbildungen.

Feuerwehr findet zufällig ein Auto im Rhein – mit einer Leiche

Quelle: Badische Zeitung vom 01.04.2021 (Kein Aprilscherz 😉)

Wie erst jetzt bekannt wurde, haben Polizeitaucher am 24. März ein Auto aus dem Rhein geborgen, in dem sich eine Leiche befand. Noch ist vieles unklar. Auf das Wrack kamen die Ermittler per Zufall.

Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte die Polizei keine Angaben dazu machen, wie lange das Auto im Rhein gelegen hat und woher es stammt. Die Todesursache müsse noch geklärt werden, so Polizeisprecher Mathias Albicker am Donnerstag. Bisher kann die Polizei nicht sagen, ob ein Tötungsdelikt, eine Selbsttötung oder ein Unfall vorliegt.

Dass das Auto mit der Leiche gefunden wurde, ist einem Zufall zu verdanken. Die Feuerwehr von Bad Säckingen überlegt, ob sie sich ein Sonargerät beschaffen will, mit dem der Untergrund des Rheins abgetastet werden kann. "Wir haben in erster Linie daran gedacht, dass wir damit leichter nach Menschen suchen können, die zum Beispiel bei einem Badeunfall im Rhein verschwinden", sagt Feuerwehrkommandant Tobias Förster. "Meistens finden wir sie erst nach längerer Zeit im Rhein."

Eine Firma aus Paderborn, die solche Geräte vertreibt, war deshalb am 20. März zu Vorführungszwecken angereist. Auf einem Boot waren die Feuerwehrmänner zwischen Feuerwehrgerätehaus und Kraftwerk unterwegs, als sie auf das Auto im Wasser stießen. "Wir haben alle gestaunt, als plötzlich die Umrisse eines Autos sichtbar wurde und sofort die Polizei eingeschaltet", sagt Tobias Förster. Rettungstaucher bargen dann am 24. März das Auto mit der Leiche.

Die Jugendfeuerwehr legt wieder los

Nachdem im März für die ersten Kinder und Jugendlichen die Schulen wieder geöffnet haben, ging es auch für die Jugendfeuerwehr Bad Säckingen wieder los!

Geübt vom Homeschooling meldeten sich am vergangenen Dienstag, den 02. März, 16 Teilnehmer*innen bei der ersten online Jugendfeuerwehrprobe im Jahr 2021 an. So langsam haben wir richtig Übung darin! - wobei wir hoffen, dass wir uns alle bald wieder live im Feuerwehrhaus treffen können.

Thema der ersten Probe waren die vier Hauptaufgaben der Feuerwehr- „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“.  In den 90 Minuten haben die Kinder und Jugendlichen interaktiv, mittels Quiz, Filmausschnitten von spannenden Einsätzen, sowie lustigen Erklärungen die Aufgaben der Feuerwehr kennengelernt.

Wir freuen uns schon auf die nächste Probe mit Euch!

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Einsatzrekord im Corona Jahr

Für die Feuerwehr Bad Säckingen ist es ein jährlicher Fixtermin. Am letzten Freitag im Januar trifft man sich zur Hauptversammlung, um einen Rückblick zu halten, Kameraden zu befördern und zu ehren, und die Planung für das kommende Jahr bekannt zu geben. Nicht so in diesem Jahr. Die Corona Situation, die auch den Feuerwehralltag massiv beeinflusst, hat zum ersten Mal seit Jahrzehnten eine Präsenzversammlung unmöglich gemacht. Doch ausfallen lassen wollte das Kommando der Feuerwehr die Versammlung nicht, so entschied man sich für eine Alternative. Es wurde mit einigem Aufwand ein Video erstellt, dass den Kameraden und den Gästen über das Internet zugänglich gemacht wurde – mit großem Erfolg. Das Video fand reichlich Anklang, auch wenn der Tenor einstimmig ist: Alle hoffen, dass die virtuelle Durchführung der Hauptversammlung eine Besonderheit bleiben wird.

Eine besondere Hauptversammlung blickt auf ein ungewöhnliches Jahr 2020 zurück. Die rund 250 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Bad Säckingen, von der Jugendfeuerwehr über die Aktivmannschaft bis zur Alters- und Ehrenabteilung musste sich schnell den Gegebenheiten anpassen. Kameradschaftliche Zusammenkünfte wurden schon zu Beginn des Jahres bis heute konsequent abgesagt. Der Übungsdienst wurde über die Sommermonate in Kleinstgruppen aufrechterhalten, ruht aber seit Oktober wieder. „Außer dem Einsatzdienst war nichts wie gewohnt, nichts wie geplant“ konstatiert der Kommandant Tobias Förster in seiner Online Ansprache. Und gerade Einsätze hatte die Feuerwehr Bad Säckingen reichlich zu bewältigen. 227 mal rückten die Kameraden im vergangenen Jahr aus – so oft wie nie zuvor. Dabei konnten 25 Menschen gerettet werden, für sechs Personen kam leider jede Hilfe zu spät. Insgesamt wurden über 3.500 Einsatzstunden geleistet. Ein Rekord, berichtete Volker Schultheiß, stellvertretender Kommandant. Und das alles unter den Erschwernissen der Pandemie, mit Abstand, soweit es eben geht, und mit Maske. „Wir wissen, wie wichtig es für die Kameraden besonders nach schweren Einsätzen ist, das Erlebte in geselliger Runde zu besprechen. Leider war dies im letzten Jahr nur sehr eingeschränkt möglich“, so der Kommandant. Unter dem Strich ist das Kommando aber sehr stolz, wie alle Kameraden trotz der Schwierigkeiten mitgezogen haben, schließlich hat jeder Bürger ein Anrecht darauf, dass die Feuerwehr kommt, wenn er sie ruft. Daran hat das Corona Virus nichts geändert.

Besonders konnten sich die Kameraden im vergangenen Jahr über die Auslieferung zweier neuer Fahrzeuge freuen. Auch wenn die Einweisung der Kameraden in Kleinstgruppen insbesondere auch für die Ausbilder eine Herkulesaufgabe darstellte, konnten die Fahrzeuge rasch nach der Ankunft in Bad Säckingen in Dienst gestellt werden, berichteten Mark Jagenow und Christian Siebold, stellvertretende Kommandanten. Der Rüstwagen wird fortan
bei der technischen Hilfeleistung eine zentrale Rolle einnehmen und das neue Löschfahrzeug für den Standort in Wallbach ist ein wesentlicher Baustein für den Schutz von Wallbach und des gesamten westlichen Stadtgebietes.

Auch der Förderverein für die Feuerwehr Bad Säckingen, unter dem Vorsitzenden Bernhard Baumgartner, war im vergangenen Jahr erneut wichtiger Geldgeber für wesentliche Ausrüstung. So wurde unter anderem ein neues kleines Schlauchboot angeschafft, das bei Rettungseinsätzen auf dem Wasser noch schneller in den Einsatz gebracht werden kann, und eine Sichtschutzwand, die schnell in Stellung gebracht, Opfer und Beteiligte von Unfällen oder Notfällen vor den Blicken Schaulustiger schützt.

In einem Grußwort, natürlich ebenfalls in Videoform, dankten auch der Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger und der Bürgermeister Alexander Guhl den Kameraden für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, auch unter den besonderen Gefahren während der Pandemie, die Hilfe am Nächsten nicht zurückzustellen. Der größte Wunsch aller Kameraden bleibt die langsame Rückkehr zur Normalität. Bis es soweit ist können sich die Bürgerinnen und Bürger von Bad Säckingen aber weiterhin auf Ihre Feuerwehr verlassen.

Siehe auch Bericht im Südkurier

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