Überlandhilfe Brand Groß

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Brand - groß
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Einsatzort Details

Wehr
Datum 29.11.2018
Alarmierungszeit 04:22 Uhr
Einsatzende 21:42 Uhr
Einsatzdauer 17 Std. 20 Min.
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger
eingesetzte Kräfte

Abt. Bad Säckingen
Abt. Wallbach
Abt. Rippolingen
Abt. Harpolingen
DRK
    Polizei
      Freiw. Feuerwehr Wehr
        Brand - groß

        Einsatzbericht

        Entwarnung nach Rauchentwicklung bei Brand auf dem Wehra-Areal in Wehr

        Im Gewerbezentrum Wehra-Areal brennt es nach wie vor. Das Feuer war am frühen Morgen ausgebrochen. Neben rund 100 Rettern ist auch eine Drohne mit Wärmebildkamera im Einsatz. Anwohner wurden bis 17 Uhr vor dem Rauch gewarnt.       

        Eine große Rauchsäule stand fast den ganzen Tag über Wehr. Grund war ein Großbrand im Gewerbezentrum Wehra an der Todtmooser Straße in Wehr. Um 4 Uhr am Morgen hatte ein Bürger die Feuerwehr alarmiert. Als diese eintraf, befand sich das Gebäude laut dem Wehrer Stadtkommandanten Niccolo Bibbo bereits im Vollbrand.

        Die Feuerwehr war mit 15 Fahrzeugen, darunter zwei Drehleitern, und etwa 100 Einsatzkräften vor Ort. Neben den Feuerwehren aus Wehr und Öflingen war auch die komplette Feuerwehr Bad Säckingen inklusive Wallbach im Einsatz. Auch THW, Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort.

        Brandherd noch nicht lokalisiert


        Zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz leicht verletzt, ansonsten sind laut Rettungskräften keine weiteren Menschen zu Schaden gekommen. Den Schaden schätzte die Polizei auf einen siebenstelligen Betrag. In der vom Brand betroffenen Schreinerei wurden viele Maschinen zerstört. Zumindest Teile des Gebäudes müssen wohl abgerissen werden. Die genaue Brandursache ist bislang noch unklar.

        Die Feuerwehrleute waren zunächst damit beschäftigt, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Der Brand dürfte im Bereich einer Schreinerei ausgebrochen sein, vermutete die Feuerwehr. Genau konnte der Brandherd aber noch nicht lokalisiert werden.

        Zunächst hatte es von Seiten der Polizei geheißen, dass durch den Rauch keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Im Laufe des Vormittags änderte sich allerdings die Witterung und der Rauch wurde nach unten gedrückt, so dass die Polizei vorsorglich die Bevölkerung dazu aufrief, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Feuerwehr überwachte die Grenzwerte mit Messungen.

        Die Einsatzkräfte hatte den Brand relativ schnell unter Kontrolle – in einem Teil des Wehra-Areals konnte die Arbeit sogar bereits am Morgen wieder aufgenommen werden, während dagegen in einem anderen Teil des Gebäudes die Löscharbeiten noch für mehrere Stunden in vollem Gange waren.

        Dach teilweise eingestürzt


        Die Ausbreitung des Feuers konnte von der Feuerwehr verhindert werden. Doch die Löscharbeiten erwiesen sich als langwierig. Um die Ausbreitung des Brandes besser einschätzen zu können und Brandnester aufzuspüren, war auch eine Drohne mit Wärmebildkamera im Einsatz. Ein Teil des Daches war durch den Brand eingestürzt. Da die langgezogene Dachkonstruktion von Stahlträgern getragen wird, drohte zudem auch ein weiterer Teil des Daches einzubrechen.

        Die Träger hatten sich unter dem Einfluss der starken Brandhitze verbogen. Deswegen wurden auch zwei Statiker hinzugezogen. Das THW stützte das Dach schließlich ab. Die Ortsverbände Bad Säckingen und Laufenburg des THW waren mit insgesamt 36 Helfern im Einsatz.

        Stadt Wehr bietet Unternehmern Hilfe an


        Der Wehrer Bürgermeister, Michael Thater, machte sich am Donnerstagmorgen persönlich vor Ort ein Bild von der Lage. "Zum Glück wurde niemand schwer verletzt. Die Stadt hat den betroffenen Unternehmen ihre Unterstützung angeboten, falls Lagerräume benötigt werden. Allerdings sieht es derzeit so aus, dass die Händler sich selbst mit Zelten oder ausgelagerten Lagermöglichkeiten zu helfen wissen", sagte er im Gespräch mit der BZ.

        Im Osten grenzt das Gewerbeareal direkt an die Wehra. "Es wird unvermeidbar sein, dass Löschwasser in die Wehra fließt. Das Landratsamt und auch der Angelsportverein werden darüber in Kenntnis gesetzt", erläuterte Bürgermeister Thater, dass es unter Umständen zu einer Verunreinigung der Wehra kommen könnte.

        Mehr als 40 Betriebe


        Das Gewerbezentrum Wehra an der Todtmooser Straße in Wehr beherbergt mehr als 40 Betriebe und Kleinunternehmer – zum Beispiel eine Änderungsnäherei, einen eCommerce-Händler, einen Postladen, ein Küchenstudio, ein Modegeschäft oder Läden für Tresore, Anglerartikel oder Elektrogeräte. Auch diverse Handwerker sind in dem alten Industriegebäude untergebracht – mehr als 100 Menschen arbeiten dort.

        Früher hat die Wehra AG auf dem Wehra-Areal Teppiche produziert – das Unternehmen ist jedoch 1992 in die Insolvenz gegangen. 1996 ersteigerte der heutige Eigentümer die alte Teppichweberei im Rahmen einer Zwangsversteigerung. Es folgte eine grundlegende Sanierung.

         

        sonstige Informationen

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