2008 war in diesem Bereich etwas ruhiger als vergleichsweise 2007. So möchte ich gleich mit der Statistik anfangen:
Wir hatten in 2008 insgesamt 12 Anlässe von denen 4 auf die 4. Klassen der Weihermattenschule, 1 für die 4. Klasse der Grundschule in Wallbach entfielen.

Das Personal des Jugendhauses hat sich informiert zu den Fragen, was tun, wenn es hier brennt?
2 sehr unterschiedliche Einsätze hatten wir in der Rudolf-Graber-Schule. Davon möchte ich auch gleich berichten.
Doch zuvor noch 4 Zahlen: Insgesamt waren es also 12 Anlässe. Dabei erreichten wir insgesamt 312 Personen, verbrachten 28,5 Std. und kommen somit auf 8892 Teilnehmerstunden.
Im März besuchte ich die 1. Klasse der R-G-Schule, mal wieder etwas Neues im Programm! Es waren 7 Kinder mit ihrer Lehrerin, Fr. Hofeins. Mir war klar, dass das Standartprogramm 4. Klasse hier nicht klappen würde, so entschied ich mich in der Vorbereitung für ein „offenes Programm“ Ich hatte viel Material dabei, eigentlich zuviel, wollte aber flexibel sein. Die Kinder dieser 1. Klasse sind von ihrem Leistungs-vermögen nicht mit denen einer 1. Klasse einer öffentlichen Schule zu vergleichen. Konzentrationsfähigkeit, Durchhaltevermögen und Verständnis sind (noch) nicht alters entsprechend ausgebildet. Dennoch waren mir folgende Themen wichtig: Aufgaben der Feuerwehr, Gefährlichkeit von Feuer, Feuer erleben und spüren.

Wie schnell durch Unachtsamkeit oder Ungeschicklichkeit ein Feuer entstehen kann, demonstrierte ich mit einer brennenden Kerze, die „ungeschickter weise“ umfiel und daneben liegendes Papier entzündete.
Selbstverständlich waren das alles nur Miniversuche, die ich sofort wieder löschte, trotzdem erkannten die Kinder, das Feuer kein Spielzeug ist.
Durch die Versuche sammelte sich auch etwas Rauch im Deckenbereich, den wir durch Lüften zwar rasch beseitigen konnten, aber ein Hinweise auf mögliche Gefahren von Rauch waren hier an der richtigen Stelle.
Löschen mit Sauerstoffentzug durch verschieden große Gläser über einem Teelicht sorgte auch für ein wenig > Zaubereratmosphäre <
Das „große“ Feuer zündeten wir auf dem Schulhof an. Dazu nahm ich Zeitungspapier in einer kleinen Gitterbox und konnte abschließend den Kindern auch noch größere Flammen zeigen als es im Klassenzimmer möglich war.
Pausen waren inklusive, passende Malblätter rundeten 2,5 Stunden sehr spannen-den Unterricht ab. Mit einem Lob der Lehrerin und dem Hinweis, dass die Kinder erstaunlich lange durchgehalten hätten, verließ ich um sehr gute Erfahrungen reicher die Schule.

Gleicher Ort – anderer Anlass: Hans Walter Mark, Feuerwehrkamerad und Lehrer an der R-G-Schule hatte die Idee, die neue Rettungsleiter aus dem Dachgeschoss ins Freie mal mit Schülern auszuprobieren.
Gesagt – getan. Im September, zu Beginn des neuen Schuljahres war es dann soweit. Für 3 höhere Klassen mit insgesamt 35 Schülern starteten wir das Übungsprogramm: Zunächst erklärten wir klassenweise die Bedeutung einer möglichen Evakuierung und das nötige Verhalten dabei. Wir stellten einen Feuer-wehrmann unter Atemschutz vor und erläuterten die Begriffe sicherer bzw. unsicherer Ort. Also man begibt sich dahin (oder bleibt dort) wo man sicher ist. Für den Fall, dass die Sicherheit nur durch die Flucht über eine Nottreppe oder –leiter zu erreichen ist, durfte jede Schülerin und jeder Schüler, selbstverständlich auch das Lehrpersonal die vorhandene Feuerleiter herab klettern. Wir kontrollierten die Aktion mit einem Mann unten an der Leiter und einem beim Einstieg. Es war für manch eine/n schon eine Überwindung, letztlich aber schafften es alle.
Es war sicher eine ungewöhnliche Aktion, aber sollte eine Rettung über diesen Weg mal nötig werden, sind zumindest die „Dabeigewesenen“ gewissermaßen vorbereitet, in dem Falle wissen aber die Lehrerinnen und Lehrer wie und dass eine solche Rettung funktioniert.
Wieder haben wir ein Jahr rund um die Brandschutzerziehung absolviert. Dabei durfte ich wie in den Jahren zuvor immer auf die Hilfe von euch Kameradinnen und Kameraden zurückgreifen.
Dafür möchte ich Euch an dieser Stelle noch mal ganz herzlich danken! Es wäre anders in dem Umfang einfach nicht leistbar!
Und die dankbaren und freudigen Augen der Kinder und Jugendlichen sprechen ihre eigene Sprache…
Andreas Höltmann - Stellv. Kommandant -
