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Feuerwehr will sparen

Bericht aus der Badischen Zeitung
Bad Säckingen muss sparen – und auch die Feuerwehr bleibt vom bevorstehenden Streichkonzert nicht verschont. "Wir sind zu Einsparungen bereit", sagt Stadtkommandant Uli Maier. Derzeit sei die Freiwillige Feuerwehr dabei, eine Bestandsaufnahme vorzunehmen, um konsequent nach Sparmöglichkeiten zu suchen. Bei allem Sparwillen gilt dabei: die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr und die Sicherheit der Stadt sowie der Kameraden dürfen nicht gefährden werden.

Im Ernstfall geht es bei der Feuerwehr nicht so spaßig zu wie beim Demonstrationstag zum Thema Löschen im Mai vergangenen Jahres. Die Floriansjünger stehen unter Kostendruck.

"Personelle, strukturelle und materielle" Einsparungen verlangt die Spar- und Strukturkommission des Gemeinderats von der Feuerwehr, die sich noch gliedert in die vier Abteilungen Bad Säckingen, Wallbach, Rippolingen und Harpolingen. Sparen will auch die Feuerwehr, so Stadtkommandant Maier: "Wir sind zu Einsparungen im Rahmen dessen bereit, was machbar ist." Derzeit sei man allerdings noch in einem sehr frühen Stadium. "Wir sind derzeit dabei, eine Bestandsaufnahme vorzunehmen und werden dann jeden einzelne Position nach möglichen Einsparungen durchgehen", so Maier. Dies brauche Zeit, schließlich müssten Einsparpotenziale auch daraufhin geprüft werden, ob sie mit dem Brandschutzbedarfsplan übereinstimmten.

Tabus werde es bei der Feuerwehr dabei keine geben, bekräftigt der Stadtkommandant, der auf Nachfrage versichert, auch die Organisationsstruktur der Feuerwehr auf den Prüfstand stellen zu wollen. Auch eine mögliche Zusammenlegung der Abteilungen Rippolingen und Harpolingen werde geprüft, dabei müsse allerdings auch alles durchgerechnet werden: "Eine Zusammenlegung kann langfristig Kosten sparen, zunächst aber Kosten verursachen", sagt Maier.

Grundvoraussetzungen aller Sparbemühungen sei allerdings, dass die Sicherheit nicht darunter leide. "Die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr muss auch weiterhin sichergestellt sein", so Maier. Die Sicherheit der Stadt aber auch der Feuerwehrkameraden stehe an oberster Stelle.

Die Prüfung aller Einsparmöglichkeiten werde noch einige Wochen in Anspruch nehmen, mit konkreten Ergebnissen rechnet Stadtkommandant Maier Mitte bis Ende Juli. Die Ergebnisse sollen dann zunächst mit dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung durchgesprochen werden.

Laut Verwaltungshaushalt beläuft sich der Zuschussbedarf für die Feuerwehr dieses Jahr auf rund 460 000 Euro, davon sind allerdings 137 000 Euro Abschreibungen und 101 500 Euro entfallen auf Leistungen des Technischen Dienstes.

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