Aktuelles

Das Feuerwehrgerätehaus in Wallbach kann bald gebaut werden

Pressebericht Badische Zeitung vom 23.01.2024

Jetzt wird es konkret: Das Geld für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Wallbach wird im Doppeletat 24/25 der Stadt Bad Säckingen bereitgestellt

Wichtige Beschlüsse für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Wallbach hat der Bad Säckinger Gemeinderat gefasst. Vor der abschließenden Beratung des Haushaltsplans 2024/25 der Stadt hat das Gremium 3,5 Millionen Euro für den Neubau an der Lindenstraße im Osten Wallbachs bereitgestellt.

Notwendig wurde der Beschluss, weil der Zuschussantrag bis spätestens 15. Februar gestellt werden muss, der Doppelhaushalt aber erst Ende Februar verabschiedet werden soll. Der Beschluss des Gemeinderats, einen Zuschussantrag zu stellen, fiel einstimmig. Erwartet werden 230.000 Euro aus Feuerwehrmitteln.

Kontrovers diskutiert wurde allerdings, ob für den Neubau drei Millionen Euro oder 3,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Die bisherige Etatplanung sah drei Millionen Euro verteilt auf die Jahre 2024 bis 2026 vor. Ende vergangenen Jahres allerdings hatte Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger der Stadtverwaltung empfohlen, den Ansatz auf 3,5 Millionen Euro zu erhöhen. Er verwies dabei auf Abrechnungen und Kalkulationen von Gerätehausneubauten in anderen Gemeinden im Landkreis.

Die CDU will nur drei Millionen Euro bereitstellen
Die Christdemokraten sprachen sich gegen eine Erhöhung des Ansatzes aus. Die Erhöhung des Ansatzes, so sagte Fraktions-Chef Maier, könne von Handwerkern als Anreiz missgedeutet werden, höhere Preise zu verlangen. Außerdem falle das Bad Säckinger Projekt im Gegensatz zu den Objekten, auf die sich der Kreisbrandmeister bezog, in eine Phase stark zurückgehender Preise im Bauhandwerk. Im Gemeinderat fand der CDU-Antrag keine Mehrheit. Mit den Christdemokraten stimmte lediglich Ute Macht von den Grünen. Folglich wurde ihr Antrag mit sechs zu elf Stimmen bei zwei Enthaltungen abgelehnt. Veranschlagt wird das neue Gerätehaus nun im Doppelhaushalt 2024/26. Eine halbe Million Euro soll in diesem Jahr ausgegeben werden und drei Millionen Euro dann im kommenden Jahr. Hinzu kommen 150.000 Euro im Doppelhaushalt für die endgültige Fertigstellung der Lindenstraße und 130.000 Euro im Haushalt des Eigenbetriebs Abwasser für die Herstellung des Kanalanschlusses in der Lindenstraße.

Neben dem Zuschuss in Höhe von 230.000 Euro erhofft sich die Stadt einen erklecklichen Finanzierungsbeitrag durch den Verkauf des bestehenden Feuerwehrgerätehauses an der Rheinstraße. Damit aber ist wohl frühestens 2027 zu rechnen.

Notwendig wird der Bau des neuen Gerätehauses insbesondere wegen den beengten Verhältnissen im bestehenden Gerätehaus, der fehlenden Geschlechtertrennung bei den Umkleideräumen und der fehlenden Abgassauganlage. Seit einiger Zeit schon wird das Gerätehaus nicht nur von Wallbacher Feuerwehrleuten genutzt; sondern auch jene aus der Bad Säckinger Weststadt beginnen ihre Einsätze im Ernstfall in Wallbach.

Tag der offenen Tür - Pressebericht

Vielen Dank für die Berichterstattung! Wir sind immer noch geflasht von der Resonanz 🙊 wir danken allen Besuchern für ihr Kommen 😊 allen Kollegen, die in der Vorbereitung und auch heute hervorragende Leistung gezeigt haben 😊 und auch den Kollegen der DRK Rettungsdienst Bad Säckingen, DRK Kreisverband Säckingen e.V., DRK OV Wehr/Baden, Technisches Hilfswerk Ortsverband Bad Säckingen, AAA Alpine Air Ambulance AG, Verkehrswacht Bad Säckingen e.V. und Evonik für Ihre Unterstützung und Mitgestaltung des Tag der offenen Türe 😊 ohne euch wäre der Tag niemals so grandios geworden!

 

Quelle: Südkurier HRVOJE MILOSLAVIC

 

Viel los beim Feuerwehrtag in Bad Säckingen: Floriansjünger zeigen, was sie können

Informieren, ausprobieren, staunen oder einfach einen schönen Spätsommertag genießen. Einiges geboten war gestern beim Feuerwehrgerätehaus in Obersäckingen, wohin die Feuerwehrabteilung Bad Säckingen zu einem Tag der offenen Tür geladen hatte. Die enorme Resonanz dürfte nicht nur dem schönen Wetter, sondern auch dem großen Interesse der Bevölkerung an Technik, Ausrüstung und den zahlreichen Aufgabengebieten der Wehr geschuldet gewesen sein.

Zu erkunden und bestaunen gab es so einiges. Die Feuerwehr hatte ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug, ihre Drehleiter sowie das neue Einsatzleitfahrzeug auf Hochglanz poliert. Technisches Highlight war das Aerosol-Turbolöschfahrzeug der Werksfeuerwehr der Firma Evonik, das auf spektakuläre Art ihre beeindruckende Löschleistung präsentierte.

Auch Kooperationspartner wie das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz und die Verkehrswacht Waldshut waren mit Einsatzfahrzeihen vor Ort und standen den Besuchern mit Informationen und praktisch-anschaulichen Übungsmaterialien zur Verfügung. Einen guten Eindruck konnte die Jugendabteilung der Feuerwehr hinterlassen. Ein in Brand geratenes Fahrzeug, so das Einsatzszenario, war bald gelöscht und eine „verletzte Person“ medizinisch versorgt.

Die Gäste waren auch zur Aktivität angehalten. Angesichts der hohen Temperaturen erfreute sich ein Ausflug mit dem Einsatzboot der Feuerwehr auf dem Rhein großer Beliebtheit. Die jüngsten Besucher konnten mit kleinen Feuerwehrschläuchen eine Brandbekämpfung im kleinen Maßstab simulieren üben. Auch die Hüpfburg war gut frequentiert.

Das ältere Publikum schien an der Bewirtung der Feuerwehr großen Gefallen gefunden zu haben. Zum gemütlichen Hock im schattigen Feuerwehrgerätehaus spielten Jugend und Aktive des Musikvereines Obersäckingen auf.

Sehr zufrieden zeigte sich das Kommando der Feuerwehr: „Natürlich ist es ein Riesenaufwand“, räumte Alexander Zimmermann, Kommandant der Feuerwehrabteilung Bad Säckingen ein. Es sei jedoch sehr wichtig, sich zu präsentieren, neue Kameradinnen und Kameraden zu gewinnen und die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr zu zeigen.

Gesamtkommandeur Tobias Förster stimmte zu. Er gab auch zu bedenken, dass den Gästen vermittelt werden könne, wie viel „Mensch“ hinter den zahlreichen Aufgabenbereichen der Feuerwehr stecke. Den Tag wertete er als großen Erfolg.

Pressebericht: Fluthelfer aus den Kreisen Lörrach und Waldshut werden für Einsatz im Ahrtal geehrt

Quelle: Badische Zeitung

Zwei Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal werden 66 Hilfskräfte aus den Landkreisen Lörrach und Waldshut mit der Fluthilfemedaille des Bundeslandes Rheinland-Pfalz geehrt. Die Verleihung durch Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, Landrätin Marion Dammann und Landrat Martin Kistler fand im Rheinfelder Campus statt.

Das Hochwasser im Ahrtal hat zahlreiche Leben gekostet und ganze Landstriche verwüstet, die Folgen sind noch immer spürbar und der Aufbau noch im Gange, erinnerte Landrätin Marion Dammann an das Jahrhunderthochwasser an der Ahr in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vor zwei Jahren. Auf Abruf rückten Hilfskräfte aus ganz Deutschland in das Katastrophengebiet aus, so auch 66 Helferinnen und Helfer aus den Landkreisen Lörrach und Waldshut. "Nun ist es an der Zeit, Sie zu ehren", begrüßte Dammann die Helfer im Rheinfelder Schulcampus.

Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren und des Deutschen Roten Kreuzes aus beiden Landkreisen wurden für ihren Einsatz im Jahr 2021 im Ahrtal mit der Fluthilfemedaille des Bundeslandes Rheinland-Pfalz gewürdigt. Die Fluthilfemedaille wird an rund 43 000 Einsatzkräfte aus dem ganzen Bundesgebiet verliehen, die zur Bewältigung der Katastrophe im Ahrtal auf Anforderung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz im Einsatz waren. Die Übergabe der Medaille an die Helfer erfolgt in Baden-Württemberg durch die Regierungspräsidien und Landratsämter.

Feuerwehr berichtet von schlechter Koordination vor Ort

Tobias Förster, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bad Säckingen, berichtete von seinen Erfahrungen während des mehrtägigen Einsatzes im Ahrtal. Er kritisierte insbesondere die schlechte Koordination des Stabes vor Ort. So kam Förster mit dem ersten von zwei Verbänden aus den beiden Landkreisen am Sammelpunkt für die Hilfskräfte am Nürburgring an, wovon man sich dort überrascht zeigte.

Es gab keine Feldbetten für die Helfer und es dauerte Stunden bis eine erste Gruppe zum Einsatz ausrückte, nur um nach Verstärkung zu rufen, da sie in ein Dorf ausgerückt waren, wo seit einer Woche keine Hilfsorganisation aufgetaucht war. Der zweite Verband aus den beiden Landkreisen habe dann aber eine besser koordinierte Führungsstruktur vorgefunden.

"Eine Danksagung ist das Mindeste, was wir tun können", stellte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer in ihrer Ansprache fest. "Heute stehen Sie, die vor zwei Jahren geholfen haben, im Mittelpunkt." Nicht nur aus Rheinland-Pfalz, sondern auch aus Baden-Württemberg gebe es Anerkennung und Respekt für den ehrenamtlichen Einsatz. Der Einsatz habe gezeigt, dass die ehrenamtlichen Blaulichtorganisationen hochgradig leistungsfähig seien. Baden-Württemberg habe Hilfe leisten können, ohne sich in seiner eigenen Schutzfunktion einschränken zu müssen, sagte Schäfer. Und das während der Corona-Pandemie. "Sie haben gezeigt, dass Sie die Stützen unserer Gesellschaft sind", meinte Schäfer.

Zur Verleihung der Fluthilfemedaille durch Schäfer, Dammann und den Waldshuter Landrat Martin Kistler kamen die Helfer in Kleingruppen auf die Bühne. Die 66 Geehrten waren in vier Verleihgruppen unterteilt. Die erste Verleihgruppe setzte sich aus den Helfern des DRK-Kreisverbandes Säckingen und des DRK-Kreisverbandes Waldshut zusammen. Die zweite Verleihgruppe umfasste Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Albbruck, Bad Säckingen, Höchenschwand, Laufenburg, St. Blasien, Waldshut-Tiengen und Wehr. Die dritte Verleihgruppe bestand aus Mitglieder des DRK-Kreisverbandes Lörrach und die vierte Verleihgruppe aus Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren Schopfheim und Weil am Rhein. Unter den Geehrten waren 28 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Lörrach und 38 aus dem Landkreis Waldshut.


Die Bedeutung des Ehrenamts gewürdigt

Zum Abschluss des offiziellen Teils der geschlossenen Veranstaltung moderierte Tina Schlick, Leiterin des Referats für Katastrophenschutz beim RP Freiburg, das Gespräch zwischen Dammann und Kistler. "DRK und Feuerwehr haben gezeigt, was das Ehrenamt für unsere Gesellschaft bedeutet. Das könnten wir im Hauptamt gar nicht leisten", befand Dammann und Kistler meinte, dass jeder etwas in die Gesellschaft einbringen müsse, damit diese funktioniere. Die Einsatzkräfte hätten gezeigt, dass sie dazu bereit seien, auch unter Inkaufnahme eines persönlichen Risikos, lobte er die Geehrten. Mit einem geselligen Apéro klang die Veranstaltung aus.

 


Die Geehrten:
Frieder Andris, Bernhard Bächle, Ralf Bächle, Jens Beczkowiak, Nicolo Bibbo, Marco Binser, Maik Blum, Samuel Burger, Klaus Dietsche, Svenja Dietsche, Ralf Dorn, Tobias Förster, Johannes Gamp, Julio Munoz Gerteis, Jannik Giller, Christian Grauer, Christian Hank, Christian Hoch, Peter Hoferer, Steffen Hoffmann, Christof Isele, Dominik Kaiser, Frank Kauling, Marc Keller, Michael Keller, Christiane Kerscher, Stefan Kirn, Kevin Köhler, Matthias Kreuser, Christian Maier, Simon Matt, Kilian Mayer, Bernhard Mockler, Nicolas Morat, Thomas Nickel, Ralf Nocke, Roland Ott, Markus Philipp, Stephan Pilichiewicz, Matthias Pöthke. Helmut Riemke, Marco Rogg, Alina Rütschlin, Tobias Schneider, Luigi Serravalle, Steffen Seydel, Ralf Sickau, Alexander Sieber, Christian Siebold, Benedikt Simon, Simon Streich, Frieder Trimborn, Benjamin Ühlin, Frederik Ühlin, Lucien Ulce, Antonio Carlos Vieira Carneiro, David Wagner, Jan-Hendrik Weiland, Valentin Weißbach, Fabian Weniger, Hans-Georg Weniger, Steffen Weniger, Sebastian Wieland, Tobias Winkler, Marc Zeberer und Alexander Zimmermann

 

Bilder aus eigener Quelle:

 

 

Pressebericht: Die Feuerwehr ist bei ihren Einsätzen künftig online

Quelle: Südkurier Susanne Eschbach

Der neue Einsatzleitwagen soll mit Internetverbindung und Telefonanlage die Kommunikation und Dokumentation erheblich verbessern.

Von außen betrachtet unterscheidet er sich kaum von seinem Vorgänger. Aber das Innenleben hat es in sich. Nach zwei Jahren Wartezeit steht der neue Einsatzleitwagen (ELW) endlich auf dem Hof vor dem Bad Säckinger Feuerwehrhaus und löst den über 20 Jahre alten Vorgänger ab. Aktuell wird das Kommando für das neue Fahrzeug geschult. Mit Beginn der Sommerferien soll es einsatzbereit sein.

 

Im Ernstfall ist der Einsatzleitwagen die Schaltzentrale

Der Einsatzleitwagen kommt bei größeren Einsätzen zum Zuge. Es transportiert die Einsatzleitung zur Einsatzstelle, in ihm wird der Funkverkehr ab gewickelt. „Wenn beispielsweise eine weitere Feuerwehre oder ein Abschleppdienst hinzugerufen werden muss, dann sind die Leute im ELW gefragt“, erklärt der stellvertretende Stadtkommandant Christian Siebold. Der Einsatzleitwagen ist im Ernstfall also quasi die Schaltzentrale. Die Besatzung besteht aus einem Fahrer, einem Funker und dem Gruppen­führer.

Alexander Zimmermann (links) und Christian Siebold bereiten den neuen Einsatzleitwagen
für die Schulung des Kommandos vor. | Bild: Susanne Eschbach

 Der alte Einsatzleitwagen besaß keine Internetverbindung. Fürs Recherchieren beispielsweise von Telefonnummern wurden private Handys genutzt, die Einsätze wurden von Hand dokumentiert. Diese Zeiten sind nun vorbei. „Der neue ELW ist mit Internet und einer Telefonanlage ausgestattet“, freut sich Abteilungskommandant Alexander Zimmermann. Eigentlich Standard sollte man meinen, aber der alte ELW Baujahr 2001 hatte keines von beidem.

Geringere Fehlerquote und Enorme Zeitersparnis

Bereits 2021 wurde das neue Fahrzeug bestellt. Doch bedingt durch die Lieferengpässe nach Corona kam es bei der Auslieferung zu Verzögerungen. Ende Juni konnte die Wehr das neue Fahrzeug endlich abholen. Ausgestattet ist der ELW mit einer Telefonanlage und Bildschirmen. Die Einsätze werden jetzt mittels Computer erfasst, was neben der geringeren Fehlerquote außerdem eine enorme Zeitersparnis bedeutet.

Eine Telefonanlage und Computer mit Internet verringern nicht nur die Fehlerquote bei der Dokumentation,
sondern sorgen auch für eine enorme Zeitersparnis. | Bild: Susanne Eschbach


Bereits Anfang Juli haben Zimmermann und Siebold das Bad Säckinger Kommando in der Benutzung des Fahrzeugs und seiner Geräte geschult. „Mit dem Beginn der Sommerferien wird das neue Fahrzeug mit den geschulten Leuten auch einsatzbereit sein“, so Zimmermann.


Das Fahrzeug hat 183.000 Euro gekostet

Insgesamt 183.000 Euro hat das neue Fahrzeug gekostet. 18.000 Euro sind über den städtischen Haushalt und weiter über die Eigenmittel der Freiwilligen Feuerwehr finanziert worden. „Corona hat dafür gesorgt, dass alles extrem viel teurer geworden ist“, weiß der Abteilungskommandant. „Von der Stadt und vom Gemeinderat erhalten wir sehr viel Unterstützung wenn es um unsere Belange geht“, so Zimmermann weiter. „Und dafür sind wir sehr dankbar.“

 

Pressebericht: Pferde retten statt Brände löschen

Quelle: Südkurier

 

Es sind nicht nur Menschen, die durch Unfälle oder Katastrophen in Notsituationen geraten, in denen sie Hilfe benötigen. Dasselbe gilt auch für Tiere. Die Feuerwehren der Region tragen diesem Umstand inzwischen auch bei der Ausbildung Rechnung. Eine stattliche Abordnung der Wehren aus Wehr, Öflingen und Bad Säckingen sowie Mitarbeiter des Wehrer Ordnungsamtes wurden am Montagabend in der Tierklinik Partners vorstellig, um eine Tierrettungsübung zu absolvieren, die künftig für qualifizierte Rettungseinsätze wappnen soll.

Angesichts der schwierigen und dramatischen Rettungsaktion für ein Pferd, das im Spätsommer letzten Jahres beim Überqueren einer Holzbrücke in einem Waldstück nahe Murg eingebrochen war, liegt die Notwendigkeit spezifischen Fachwissens für Rettungskräfte auf der Hand. Wie soll man sich dem Tier nähern? Wie sind Verhalten und Körpersprache zu deuten? In welchem Zustand befindet sich das Tier? Wie ist das Tier zu bewegen? Welche tiermedizinischen Ersthilfemaßnahmen können eingeleitet werden? Auf diese und viele andere wichtige Fragen, die sich Feuerwehrkräfte an einem Unfallort stellen, lieferte die zweistündige Tierrettungsübung der Tierklinik Partners qualifizierte Antworten.

Herausforderungen bei Unfällen

Tierärztin Lisa Hönig informierte an ihrer Ausbildungsstation über natürliche Reaktions- und Verhaltensmuster von Pferden, die Rettungskräfte beim Einsatz zu beachten haben. Tierärztin Kerstin Stubbe und Tierphysiotherapeutin Julia Klein gaben Auskunft über korrekte Vorgehensweisen bei der Bergung von Kleintieren und Hunden aus verunfallten Fahrzeugen. Veterinärmediziner Miroslav Feben zeigte anhand eines lebensnahen, 200 Kilogramm schweren Modells wie Rettungskräfte bei horizontalen und vertikalen Bergungen bewegungsunfähiger Pferde vorzugehen haben und welche anatomischen, physiologischen und psychomotorischen Hintergründe dabei zu beachten sind. Tierärztin Friderike Einzmann-Vera und die tiermedizinische Fachangestellte Margo Eschbach thematisierten Herausforderungen, die entstehen, wenn Pferdeanhänger in Verkehrsunfälle verwickelt werden.

Bis zu zehn Einsätze im Jahr, die mit verunglückten Tieren verbunden sind, hat die Stadtfeuerwehr Wehr zu verzeichnen. Diese auf den ersten Blick geringe Anzahl scheint der Wachsamkeit des Stadtkommandanten Nico Bibbo jedoch keinen Abbruch zu tun. Der Ausbildungskooperation mit der Tierklinik Partners und dem Ordnungsamt der Stadt Wehr misst Bibbo eine hohe Bedeutung bei. Der Auftrag zu Schutz und Rettung von Tieren jedweder Art sei sogar im Feuerwehrgesetz des Landes Baden-Württemberg verankert, gibt er im Gespräch mit der Presse zu bedenken. Die qualifizierte Einsatzbereitschaft sei auch angesichts der zahlreichen Pferdeställe in der Region angebracht. In puncto Qualifikation wolle man als Feuerwehr „breit gefächert“ sein. Bibbo zeigt sich überzeugt, dass „durch die gute Kooperation mit dem Ordnungsamt der Stadt Wehr und der Tierklinik Partners gemeinsam ein gutes Ergebnis erzielt wird.“

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